
Der Advent ist eine wunderbare Zeit: voll Erwartung und Vorfreude - besinnlich und ruhig, aber zugleich besonders lebendig. Erleben Sie den Zauber der Weihnachtszeit und der Tage rund ums Neue Jahr im Berchtesgadener Land. Hier wird das Brauchtum noch gelebt wie eh und je.
Die Zeit der Weihnachtsmärkte, der Feiern, Krippenspiele und Stubenmusik ist gekommen. Im Advent wird im Berchtesgadener Land eine Vielzahl besonderer Bräuche gelebt. Ein sympathischer "Einkehrbrauch" ist das "Klöcklsingen": An den ersten zwei Donnerstagen im Advent ziehen Kinder und Jugendliche mit Liedern und Gebeten von Haus zu Haus, um den Leuten Segen zu bringen. Andere Einkehrbräuche im Alpenraum sind die "Herbergssuche", das "Frauen tragen" oder auch das "Sternsingen", das man in verschiedenen Regionen Deutschlands kennt.
Vorwiegend an Nikolaus, dem 5. und 6. Dezember, treiben wilde, glockenbehängte Gestalten in Fell und Stroh, genannt Kramperl und Buttnmanndl, ihr Unwesen im Berchtesgadener Tal. Gemeinsam mit dem Heiligen Nikolaus besuchen Sie die Häuser und Höfe. Die Buttnmandl gibt es nur im südlichen Berchtesgadener Land. "Buttn" bedeutet schütteln - und zwar die großen, schweren Glocken auf dem Rücken der unheimlichen in Stroh gehüllten Gestalten. Krampusse sind im gesamten Berchtesgadener Land unterwegs.
Ab einer Woche vor Weihnachten findet jeden Nachmittag um drei Uhr das so genannte Christkindlläuten und Christkindlanschießen statt. Durch den Glockenklang sämtlicher Kirchen und die Salven der Weihnachtsschützen soll das Christkindl leichter den Weg zur Erde finden. Im gesamten Berchtesgadener Land erleben Sie das Schießen der Weihnachtsschützen am Heiligen Abend, an Silvester und Neujahr. Das alte Jahr wird um Mitternacht mit Böllerschüssen vertrieben und das neue Jahr lautstark begrüßt.
Lautstark geht es im neuen Jahr weiter im nördlichen Berchtesgadener Land. Die Zeit des "Aperschnalzen" beginnt.
Freitag, 25. Juli 2008