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Historischer Klausenrundweg in Weißbach


Auf den Spuren der Holztrift

Ausgangspunkt ist die Reiterbrücke am alten Forsthaus in Weißbach. Nach der Brücke gehen wir rechts und befinden uns auf dem Waldbahnweg. Früher wurde entlang der Klausen Holz getriftet. Diese Holztrift wurde jedoch mit dem Bau der Kiblinger Talspeere, heute bekannt als Saalachsee, im Jahre 1912 eingestellt.

 

3 Almen und 2 Klausen

Nach etwa einer dreiviertel Stunde Gehzeit erreichen wir die Bäckinger-Klause, und nach weiteren 10 Minuten die Harbach- und Bichleralm. Der weitere Weg führt uns zur Hientalklause. Jetzt geht es ein kurzes Stück bergauf und wir erreichen eine Forststraße. Von hier kann man links (Schild Weißbach) oder nach rechts (Schild Reiteralm) über die Reiteralm wieder zum Ausgangspunkt der Tour gehen.

 

Die Hiental-Klause

In Schriftstücken wird die Hientalklause bereits 1624 n.Chr. als Holzbauwerk erwähnt. Wie auf der Bauwerktafel belegt, entstand 1798 n.Chr. unter Kurfürst Carl Theodor, dieser Steinbau, der 1897 durch einen weiteren Vorbau nochmals verstärkt worden ist. Wie aus einer Tabelle über den Holzeinschlag der Saline Reichenhall von 1811/12 hervorgeht, schlugen die Waldarbeiter hier im Hiental pro Jahr 300 Klafter Brennholz ein. Dies entspricht in etwa der Menge von 825 Ster.
Neben der eigentlichen Holztrift diente die Klause vermutlich auch als sogenannte »Schwenzklause« für die Bäckinger-Klause, etwa 2 km von hier Richtung Weißbach gelegen. Die Schwenzklausen wurden geschlossen sobald die Hauptklause gefüllt war. Sie dienten zur schnelleren und genügenden Wasserzufuhr für die Nachtrift.
Nach dem Bau der Kiblinger Talsperre am Saalachsee bei Bad Reichenhall, konnte ab 1912 die Trift nach Reichenhall nicht mehr durchgeführt werden.

 

Die Bäckingerklause

Die Bäckingerklause dürfte um 1798 n.Chr. als Steinbau entstanden sein. Der gesamte Taleinschnitt war hier durch eine Mauer versperrt. Holz, das von der Hientalklause bis hier getriftet wurde, kam vermutlich in einem »Triftsee« hinter der Klausmauer an. Danach musste es über die Klausmauer wieder vor die Klausmauer befördert werden. Nach dem Öffnen des Klaustores ging der Transport weiter über die Schwarzache, den Weißbach und die Saalach bis zum »Triftrechen« in Bad Reichenhall. Die Existenz des heute noch bestehenden gemauerten Kanals, ab dem Klaustor Richtung Westen, lässt vermuten, dass Holz auch durch die Klausmauer geschleust und das Wasser danach erst aufgestaut worden war.
Zum Bau der Gleisanlagen für die Schwarzache- Klamm-Bahn, eine Holztransportbahn, musste zwischen 1927 und 1930 ein Teil der Staumauer und der Erdwall gesprengt werden. Die Gleisanlage endete ca. 200 m von hier, etwa am Ende des Kanals. Als Mitte der 50er Jahre Lastwagen die ersten Holzfuhren von hier aus abtransportierten, stellte das Forstamt den Betrieb der Schwarzachenklamm-Bahn ein.

 



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