Erntedank im Berchtesgadener Land
Dank für die Früchte der Erde
Wegen der landwirtschaftlichen Prägung des Berchtesdadener Landes hat hier das Erntedankfest eine besondere Bedeutung: An diesem Feiertag wird in Form von Gottesdiensten und Prozessionen für die eingebrachte Ernte gedankt. Er stellt damit auch das Ende des Sommers und den Beginn des Herbstes dar. In Piding zum Beispiel wird jährlich an Erntedank eine schöne Erntekrone aus Heu hergerichtet und danach wird in der Pfarrkirche ein prächtiges Erntedankfest gefeiert.
Geschichte der Erntedankfeste
Gefeiert wird das Erntedankfest am ersten Sonntag im Oktober. So alt wie der Ackerbau sind auch die kultischen Erntefeste. In der Bibel ist es Kain, der Ackermann, der „dem Herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes" wie es Luther übersetzte. Aus den heidnischen Opferfesten sind durch das Christentum Erntedankfeste geworden. Jedes Jahr wird in festlichen Gottesdiensten das Erntedankfest gefeiert. Früchte aus Feld, Flur und Garten werden als Dank für die Ernte zum Altar gebracht, die Kirchen werden mit den Fuikln der Almabtriebe geschmückt. Dazu kommen noch Speisen wie Butter, Brot, Schinken und Wein, die nach der Messe geweiht werden.
In vielen Kirchengemeinden ist es üblich, eine schöne Erntekrone aus den verschiedenen Kornarten zu fertigen und in der Kirche zu präsentieren. Erntedank, das ist das Fest, das mit dem Jahreslauf des bäuerlichen Lebens zusammenhängt. Schon in vorchristlicher Zeit zeigte sich der Mensch abhängig von der Natur und glaubte an überirdische Wesen. Verschiedene Götter machte man für das Gedeihen der Ernte verantwortlich. Böse Dämonen trachteten danach, die Ernte zu verderben. Um die wohlgesonnenen Götter gütig zu stimmen, brachte man ihnen Opfer. Vom Christentum wurde dieses gläubige Tun übernommen. Es wird der Altar geschmückt und der Gläubige dankt für die eingebrachte Ernte.




























Erntedank Feiertag für die Gaben der Ernte
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