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Aperschnalzen - ein uralter Brauch lässt es krachen


Termin 2014: 23. Februar

61. Rupertigau-Preisschnalzen in Saaldorf (Gemeinde Saaldorf-Surheim)

Mehrzweckhalle Saaldorf
Stalberstraße 31, 83416 Saaldorf-Surheim ‎

 

Programm

ab 8:30 UhrBegrüssung der Schnalzerinnen und Schnalzer in der Mehrzweckhalle (rd. 700 Kinder- und Jugendliche und rd. 1.100 Erwachsene)
10.30 UhrFestzug von der Mehrzweckhalle zur Schnalzerwiese am Schulhaus in Saaldorf
11:00 UhrBeginn des Preisschnalzens mit den Kinder- und Jugendpassen
ab ca.12:30 Uhr
Beginn des Preisschnalzens mit den Allgemeinpassen (Schnalzer ab 18. Lebensjahr)
16:00 UhrEnde des Bewerbs
18:00 UhrPreisverteilung in der Mehrzweckhalle Saaldorf
20:00 UhrEnde der Veranstaltung

 

Am Vormittag bzw. zum Frühschoppen und zur Begrüssung in der Mehrzweckhalle in Saaldorf spielt die Musikkapelle Surheim. Ab 16:00 Uhr bis ca. 20:0 0Uhr die Musikkapelle Steinbrünning.

 

Es werden ca. 1.800 aktive SchnalzerInnen erwartet, die in Passen mit 9 Personen jeweils zwei Durchgänge zum Besten geben. Die Preisrichter (7 Mann) bewerten die rd. 200 Passen nach einen eigenen Bewertungsmodus.

 

Diese grenzüberschreitende Veranstaltung findet immer am Sonntag vor dem Faschingssonntag im Bayerischen Rupertiwinkel oder im Salzburger Flachgau statt. Einige Wochen vorher finden 7 Gemeinde- und Gebietspreisschnalzen statt.

 

Der Lärm vertreibt die Finsternis und Kälte

Das Aperschnalzen ist im Alpenvorland ein uralter, vorchristlicher Brauch. Über seine Entstehung gibt es unterschiedliche Auffassungen. Die geläufigste ist, dass es um das Winteraustreiben gehe. Durch Lärm sollen die bösen Mächte der Finsternis und Kälte vertrieben werden. Manche Bauern wiederum glauben an einen Fruchtbarkeitsbrauch. Durch lautes Peitschenknallen soll die unter tiefer Schneedecke schlummernde Saat zu neuem Leben erweckt werden. Einer dritten Deutung zufolge soll das Schnalzen ein Verständigungsmittel während der Pestzeit gewesen sein, was aber ebenfalls nicht belegt ist.

 

Geschnalzt wird mit der so genannten "Goaßl". Sie besteht aus einem Holzstiel und einem Hanfseil, das sich nach außen zu verjüngt und mit schwarzem Pech eingelassen wird. Vor dem Krieg waren sie fast doppelt so lang. Am Ende der Goaßl wird ein Bast befestigt.Durch schnelle Richtungsänderung entsteht der Knall. Geschnalzt wird in kleinen Gruppen, die man Passen nennt. Eine Schnalzerpasse besteht meist aus neun Mann (immer eine ungerade Zahl), die zwei Durchgänge schnalzen. Meist ist der kleinste Mann jeder Passe der so genannte "Aufdreher". Er leitet das Schnalzen ein mit einem Ruf wie: "aufdrahd, oani, zwoa, drei, dahin geht's". Daraufhin schnalzen nacheinander alle neun Mann. Als letzter wird der kräftigste Bursche zum Draufschnalzen eingeteilt. Pro Durchgang schnalzt jeder Mann neun- oder elfmal.

 

Zur Erhaltung des heimatlichen Brauchtums - wie der Pflege des Aperschnalzens - wurde 1957 die "Schnalzervereinigung Rupertiwinkel eV." mit Sitz in Saaldorf gegründet.

 

 

 



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